Testosteron und Longevity: Wie der Hormonspiegel Lebensqualität und Lebenserwartung beeinflusst
Testosteron ist ein zentrales Hormon der männlichen Gesundheit. Es beeinflusst nicht nur Sexualfunktion und Fortpflanzungsfähigkeit, sondern wirkt systemisch auf Stoffwechsel, Herz Kreislauf System, Muskel- und Knochensubstanz sowie psychische Stabilität.¹
Mit zunehmendem Alter sinkt der Testosteronspiegel. Die Frage ist daher, welche Auswirkungen dies auf Leistungsfähigkeit, chronische Erkrankungen und letztlich auf die Longevity, also die gesunde Lebenserwartung, hat.
Dieser Beitrag beleuchtet die wissenschaftliche Evidenz zum Zusammenhang zwischen Testosteronmangel und Mortalität sowie zu den Effekten auf Herzgesundheit, Stoffwechsel, Knochen und Psyche.
Was bedeutet Longevity?
Longevity beschreibt die Fähigkeit, möglichst lange bei guter körperlicher und geistiger Gesundheit zu leben. Neben der Lebensdauer steht die Lebensqualität im Vordergrund.
Zu den wesentlichen Determinanten zählen:
- ausgewogene Ernährung
- regelmäßige körperliche Aktivität
- psychische Stabilität
- soziale Einbindung
- präventive medizinische Betreuung
Studien zeigen, dass gesundheitsbewusstes Verhalten das Risiko altersassoziierter Erkrankungen deutlich senken kann.²
Testosteron als systemisches Gesundheitshormon
Testosteron wird beim Mann primär in den Hoden gebildet und ist verantwortlich für die Entwicklung sekundärer Geschlechtsmerkmale wie Muskelmasse, Körperbehaarung und Stimmlage.³
Darüber hinaus reguliert es:
- Stimmung und Motivation
- Energiehaushalt
- kognitive Funktionen
- Fettverteilung
- Muskel- und Knochenstoffwechsel⁴
Ein ausgeglichener Testosteronspiegel wird mit besserer körperlicher Leistungsfähigkeit, metabolischer Stabilität und kardiovaskulärer Gesundheit in Verbindung gebracht.⁵
Warum Männer im Durchschnitt früher sterben
Global betrachtet liegt die durchschnittliche Lebenserwartung von Männern etwa fünf bis sechs Jahre unter der von Frauen.⁶
Auch in Deutschland beträgt der Unterschied rund fünf Jahre, wie Daten des Statistischen Bundesamtes zeigen.⁷
Diese Differenz ist multifaktoriell bedingt.
Biologische Aspekte spielen eine Rolle. Männer weisen ein erhöhtes Risiko für Herz Kreislauf Erkrankungen auf, was unter anderem mit hormonellen Unterschieden in Verbindung gebracht wird, insbesondere mit niedrigeren Östrogenspiegeln.⁸
Hinzu kommen verhaltensbezogene Faktoren. Männer neigen statistisch häufiger zu Risikoverhalten, nehmen Vorsorgeuntersuchungen seltener wahr und suchen medizinische Hilfe oft später auf.
Soziale Faktoren verstärken diesen Effekt. Gesellschaftliche Erwartungen an Stärke und Unabhängigkeit können dazu beitragen, dass gesundheitliche Beschwerden weniger ernst genommen werden. ⁹
Ein aufschlussreiches Gegenbeispiel liefert die Deutsch Österreichische Klosterstudie. In dieser Untersuchung wurden rund 12.000 Mönche und Nonnen analysiert. Unter nahezu identischen Lebensbedingungen betrug der Unterschied in der Lebenserwartung lediglich etwa ein Jahr.
Da Mönche und Nonnen einen vergleichbaren Lebensstil pflegen, mit geregeltem Tagesablauf, ähnlicher Ernährung, geringem Stressniveau und niedriger Prävalenz ungesunder Gewohnheiten, spricht dieses Ergebnis dafür, dass Umwelt- und Lebensstilfaktoren einen erheblichen Anteil an der geschlechtsspezifischen Differenz haben.¹⁰
Ursachen und Symptome eines Testosteronmangels
Ein altersbedingter Testosteronmangel, auch als Altershypogonadismus oder funktionaler Hypogonadismus bezeichnet, tritt häufiger auf als vielfach angenommen. Schätzungen gehen davon aus, dass zwischen zehn und vierzig Prozent der Männer betroffen sind.¹¹
Ab dem 30. Lebensjahr sinkt der Testosteronspiegel im Durchschnitt um ein bis zwei Prozent pro Jahr.¹²
Neben dem natürlichen Alterungsprozess existieren weitere Einflussfaktoren:
- Chronische Krankheiten (z.B. Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen)¹³
- Übergewicht und Adipositas¹⁴
- Bestimmte Medikamente¹⁵
- Stress und Schlafmangel¹⁶
Die klinische Symptomatik kann vielfältig sein und umfasst unter anderem:
- Müdigkeit und Energiemangel¹⁷
- Verminderte Libido¹⁸
- Depression und Reizbarkeit¹⁹
- Verlust von Muskelmasse²⁰ und Knochendichte²¹
Testosteronmangel und Longevity
Zahlreiche Studien zeigen eine Assoziation zwischen niedrigen Testosteronspiegeln und erhöhter Mortalität. Insbesondere Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes und Adipositas, die häufig mit Testosteronmangel einhergehen, können die Lebenserwartung verkürzen.²²
Niedrige Testosteronwerte und Sterberisiko
Eine am 14. Mai 2024 in den Annals of Internal Medicine veröffentlichte Metaanalyse kombinierte Daten aus elf Studien mit insgesamt mehr als 24.000 Männern im Alter von 49 bis 76 Jahren.²³
Normale Testosteronwerte liegen bei gesunden Männern zwischen 12,1 und 35 nmol/L.²⁴
Die Analyse zeigte:
- Männer mit Werten unter 7,4 nmol/L hatten ein erhöhtes Gesamtsterberisiko
- Männer mit Werten unter 5,3 nmol/L wiesen ein signifikant erhöhtes Risiko für kardiovaskuläre Todesursachen auf
Zu den erfassten Ereignissen gehörten Herzinfarkt, Herzstillstand, Herzinsuffizienz und Schlaganfall.
Herz Kreislauf Gesundheit
Testosteron beeinflusst das Herz-Kreislauf-System auf mehreren Ebenen. Es fördert die Bildung roter Blutkörperchen und damit den Sauerstofftransport im Körper.²⁵
Darüber hinaus wirkt es regulierend auf das Verhältnis von HDL und LDL Cholesterin. Niedrige Spiegel können zu erhöhtem LDL führen, was das Risiko für Atherosklerose steigert.
Testosteron unterstützt außerdem die Gefäßelastizität durch Förderung der Stickstoffmonoxid Produktion, wodurch Gefäße entspannen und die Durchblutung verbessert wird.²⁶
Stoffwechsel und Diabetes
Ein niedriger Testosteronspiegel steht in Zusammenhang mit Insulinresistenz, die als Vorstufe des Typ 2 Diabetes gilt. Männer mit Testosteronmangel weisen häufiger metabolische Störungen auf.²⁷
Da Diabetes das Herz-Kreislauf-Risiko zusätzlich erhöht, entsteht ein komplexer pathophysiologischer Zusammenhang.
Knochengesundheit
Testosteron trägt maßgeblich zur Erhaltung der Knochendichte bei. Ein Mangel kann Osteoporose begünstigen und das Frakturrisiko erhöhen.²⁸
Psychische Gesundheit
Testosteron beeinflusst Stimmung, Motivation und emotionale Stabilität. Niedrige Spiegel sind mit depressiver Symptomatik, Reizbarkeit und verminderter Lebensqualität assoziiert.²⁹
Testosteronmangel und chronische Erkrankungen
Eine in Nature veröffentlichte Studie von Peterson et al. (2018)³⁰ untersuchte 2.161 Männer unterschiedlichen Alters. Multimorbidität wurde definiert als das Vorliegen von mindestens zwei chronischen Erkrankungen, darunter:
- Diabetes
- Bluthochdruck
- Arthritis
- Herz Kreislauf Erkrankungen
- Schlaganfall
- Emphysem
- Hypertriglyzeridämie
- niedriges HDL Cholesterin
- klinische Depression
Die Untersuchung zeigte, dass Multimorbidität bei Männern mit Testosteronmangel signifikant häufiger auftrat. Sowohl niedrige Testosteronspiegel als auch körperliche Schwäche waren unabhängige Risikofaktoren.
Behandlungsmöglichkeiten und Prävention
Eine Testosteronersatztherapie kann bei diagnostiziertem Hypogonadismus erwogen werden und sollte stets unter ärztlicher Kontrolle erfolgen.
Darüber hinaus spielen Lebensstilfaktoren eine entscheidende Rolle:
Ernährung: Eine ausgewogene Ernährung, die reich an Proteinen, gesunden Fetten und Vitaminen ist, kann die Testosteronproduktion unterstützen. Lebensmittel wie fettiger Fisch, Nüsse, Samen, Obst und Gemüse liefern wichtige Nährstoffe, die für die Hormonproduktion notwendig sind.³¹
Bewegung: Regelmäßige körperliche Aktivität, insbesondere Krafttraining, kann den Testosteronspiegel erhöhen. Studien zeigen, dass intensives Krafttraining die Testosteronproduktion stimuliert und zur Muskelmasse beiträgt, was wiederum die Hormonbalance unterstützt.³²
Schlaf: Ausreichender und qualitativ hochwertiger Schlaf ist essenziell für die Hormonregulation. Während des Schlafs werden viele Hormone, einschließlich Testosteron, produziert. Schlafmangel kann daher zu einem signifikanten Abfall des Testosteronspiegels führen.³³
Stressmanagement: Chronischer Stress kann den Testosteronspiegel negativ beeinflussen.³⁴ Stressmanagement-Techniken wie Meditation, Yoga und Atemübungen können helfen, den Cortisolspiegel zu senken und die Testosteronproduktion zu fördern.³⁵
Fazit
Testosteron spielt eine zentrale Rolle für die körperliche und psychische Gesundheit des Mannes. Ein chronischer Mangel ist mit erhöhter Multimorbidität, metabolischen Störungen, kardiovaskulären Erkrankungen und erhöhter Mortalität assoziiert. Eine frühzeitige Diagnostik, präventive Maßnahmen und gegebenenfalls gezielte Therapie können wesentlich dazu beitragen, Lebensqualität und potenziell auch Lebenserwartung zu verbessern.
Autor: Dr. med. Jonathan Apasu – Adon health
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² Fukuda, H., Ishiguro, C., Ono, R., & Kiyohara, K. (2023). The Longevity Improvement & Fair Evidence (LIFE) Study: Overview of the Study Design and Baseline Participant Profile. Journal of Epidemiology, 33(8), 428–437
³ Nassar, G. N., & Leslie, S. W. (2023, January 2). Physiology, testosterone. StatPearls – NCBI Bookshelf
⁴ Zitzmann, M. (2020). Testosterone, mood, behaviour and quality of life. Andrology, 8(6), 1598–1605
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⁶ Møller, A., Fincher, C., & Thornhill, R. (2009). Why men have shorter lives than women: Effects of resource availability, infectious disease, and senescence. American Journal of Human Biology, 21(3), 357–364
⁷ Destatis, Sterbefälle und Lebenserwartung
⁸ Costanian, C., Farah, R., Salameh, R., Meisner, B. A., Bahous, S. A., & Sibai, A. M. (2022). The influence of female reproductive factors on longevity: A Systematized Narrative Review of Epidemiological studies. Gerontology and Geriatric Medicine, 8, 233372142211386
⁹ Zhao, E., & Crimmins, E. M. (2022). Mortality and morbidity in ageing men: Biology, Lifestyle and Environment. Reviews in Endocrine and Metabolic Disorders, 23(6), 1285–1304
¹⁰ Deutsch Österreichische Klosterstudie
¹¹ Mulligan, T., Frick, M. F., Zuraw, Q. C., Stemhagen, A., & Mcwhirter, C. (2008). Prevalence of hypogonadism in males aged at least 45 years: the HIM study. International Journal of Clinical Practice, 60(7), 762–769
¹² Stanworth & Jones, 2008
¹³ Huhtaniemi, I. (2014). Late-onset hypogonadism: Current concepts and controversies of pathogenesis, diagnosis and treatment. Asian Journal of Andrology, 16(2), 192
¹⁴ Kelly, D. M., & Jones, T. H. (2015). Testosterone and obesity. Obesity Reviews, 16(7), 581–606
¹⁵ Marudhai, S., Patel, M., Subas, S. V., Ghani, M. R., Busa, V., Dardeir, A., & Cancarevic, I. (2020). Long-term Opioids Linked to Hypogonadism and the Role of Testosterone Supplementation Therapy. Cureus
¹⁶ Agrawal, P., Singh, S. M., Able, C., Kohn, T. P., & Herati, A. S. (2022b). Sleep disorders are associated with testosterone deficiency and erectile dysfunction—a U.S. claims database analysis. International Journal of Impotence Research, 36(1), 78–82
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³⁵ Gothe, N. P., Keswani, R. K., & McAuley, E. (2016). Yoga practice improves executive function by attenuating stress levels. Biological Psychology, 121, 109–116