Leistungsverbesserung durch Kältereize - Biohacking Bad Dürrheim

#FÜR KÄLTE GEMACHT

Bring Körper und Geist in Topform!

Wiebke Dirks
Die Stressökologin, Trainerin (IHK), The Work Coach

Mehr Leistung

Kältereize für Top Performance und gute Laune

Im Winter durch den eiskalten Fluss waten – und unser Immunsystem lebt auf. Was wir jetzt extrem finden, ist für Biohacker schon das neue Normal. Denn sie wissen: Unser Körper wurde für Kälte- und Wärmereize optimiert und nicht für ständig gleichmäßig warme Büro- und Arbeitsräume. Im Wissenschaftsmagazin Nature erklären Stringer und Galway-Witham*, dass der moderne Homo Sapiens sich seit mindestens 400.000 Jahren entwickelte – ein langer Zeitraum, um unseren Körper optimal an Kälte und Wärme anzupassen.

Unsere Vorfahren machten keinen Winterschlaf. Also bewegten sie sich im Winterhalbjahr täglich in kaltem Wetter – und das ohne Funktionsunterwäsche und wasserdichte Wanderstiefel. Bei einem der indigenen Völker Amerikas, wurde ein Monat sogar „Frost in den Tipis“ genannt – die Kälte war also für viele unserer Ahnen in der kalten Jahreszeit Tag und Nacht präsent.

Schneelandschaft - Erholsamer Kältespaziergang für einen klaren Kopf - Biohacking Bad Dürrheim
Durch den Schnee stampfen, reine kalte Luft spüren und die Kälte genießen – den Kopf frei bekommen und tief durchatmen.

Wir sind auf Kälte eingestellt

Dass unser Körper noch genauso auf Kälte eingestellt ist, dafür gibt es viele Hinweise, unter anderem in unseren physiologischen Reaktionen auf Hitze und Kälte. Wenn wir gesund sind, liegt unsere Körperkerntemperatur bei 36,8 – 37 Grad. Wenn also unser Mann mit dem Mountainbike, nennen wir ihn Michael, sich jetzt die Funktionsjacke, Regenhose und alles andere ausziehen und in Shorts in den vier Grad kalten Bach steigen würde, dann könnte eine evolutionär perfekt entwickelte Reaktion in seinem Körper ablaufen:

  • Die Blutgefäße verengen sich,
  • weniger Wärme tritt über die Haut aus,
  • der Blutfluss in Armen und Beinen wird eingeschränkt und
  • mehr Wärme wird in den vitalen Körperbereichen gehalten.

So werden Herz, Lunge, Leber, Nieren und andere Organe geschützt. Und unser Gehirn ebenfalls, damit wir möglichst lange einen klaren Kopf behalten und klug handeln können.

Heißer Tee zum sanften Aufwärmen nach der Kälte - Biohacking Bad Dürrheim
Ein heißer Hagebutten- oder Ingwertee hilft beim sanften Aufwärmen nach der Kälte. Mit der heißen Dusche oder Badewanne sollte man dagegen warten, um den Kreislauf nicht zu überfordern.

Superwach und leistungsfähig

Wenn Michael später, wieder warm angezogen, einkehrt und einen heißen Hagebuttentee trinkt, dann wird es ihm vor dem Kaminfeuer bald warm und die Blutgefäße weiten sich, damit überschüssige Wärme austreten kann. – Alles gekonnt gesteuert von unserem Hypothalamus, einem wichtigen Teil des Zwischenhirns.

MICHAEL WÜRDE ES LIEBEN, was der Hypothalamus beim ersten Kälteschock auslöst. Durch das Hormon Noradrenalin, das durchs kalte Flusswasser um bis zu 200-300 Prozent anfluten kann, ist Michael plötzlich SUPERWACH im Kopf. Körper und Geist werden schlagartig in Topform gebracht, um rechtzeitig aus der Kälte rauszukommen. Er ist also hochkonzentriert, aufmerksam, motiviert und leistungsbereit. – Und genau diesen Effekt nutzen Biohacker*innen gezielt, indem sie morgens kalt duschen oder outdoors ein kaltes Bad nehmen.

Nur 30 Sekunden: Motivations-Booster Kälte

Schon eine kalte Dusche von 30 – 60 Sekunden kann diese positiven Effekte auslösen. Und der Bonus: Man ist nicht nur wacher und leistungsfähiger, sondern auch die Laune steigt sofort und dieser klare Geist und die gute Stimmung halten oft noch für Stunden an.

Wenn Du jetzt neugierig geworden bist, dann probiere doch einfach unsere 3 Wochen Kalt-Dusch-Challenge für Einsteiger aus!


*Chris Stringer und Julia Galway-Witham, 2017 im Magazin Nature / Palaeoanthropology: On the origin of our species

Bilder: Depositphotos / panaramka.ukr.net, Unsplash / Dumlao, Gaelle Marcel

Autor*in

Wiebke Dirks
Die Stressökologin, Trainerin (IHK), The Work Coach

Autor*in

Wiebke Dirks
Die Stressökologin, Trainerin (IHK), The Work Coach

Wiebke Dirks wird in Zukunft Kälte- und Atemtrainings nach der Wim Hof Methode geben und schreibt insbesondere über Biohacking für Stress & Resilienz, unter anderem in ihrem Instagram Blog @change_guide. Sie hat Landschaftsökologie studiert und verbindet – mit ihrer Erfahrung als Journalistin, Dozentin, Trainerin (IHK) & Coach – wissenschaftliche Erkenntnisse aus der Naturpsychologie mit hautnahen Naturerlebnissen. Ihre „angewandte Stressökologie“ sieht uns Menschen als Teil der natürlichen Ökosysteme. „Wenn Menschen in der Natur körperlich, mental und emotional gesünder werden, entdecken sie auch ihre Verbundenheit mit allem was lebt. Dieses Bewusstsein motiviert uns zu nachhaltigem Handeln – ein Win-Win für Menschen und Mitwelt.“