Mann sitzt mit geschlossenen Augen in Eisbadezuber

COLD DIP FOR CREATIVITY

Gezieltes Kältetraining als Katalysator für Innovationen

Wiebke Dirks
Die Stressökologin, Trainerin (IHK), The Work Coach

Lesezeit: 7 min

Kreativität auf Knopfdruck

Um fliegen zu können, muss man raus aus dem alten Mindset

Der Flugpionier Wilhelm Kress (1836-1913), baute in Österreich das erste motorbetriebene Wasserflugzeug. Hätte er im alten Mindset gedacht, nämlich dass Flügel auf und ab bewegt werden müssen damit man fliegen kann, dann hätte er nicht begonnen, Gleitflieger und später ein Wasserflugzeug zu konstruieren. Das bringt uns zu einem interessanten Aspekt von Kreativität, nämlich: Wie hoch willst du hinaus?

FÜR DIE MEISTEN VON UNS IST DAS PROBLEM NICHT, DASS WIR ZU HOCH HINAUS WOLLTEN UND GESCHEITERT SIND – DAS GEGENTEIL IST DER FALL – WIR HABEN ZU WENIG GEWOLLT, UND HABEN ES ERREICHT

Sir Ken Robinson, international renommierter Kreativitätsexperte, Autor in „The Element: How Finding Your Passion Changes Everything“

Kreativität braucht nämlich Furchtlosigkeit, damit Innovationsprozesse sich entfalten können. Es braucht den Mut zum Träumen und Ausprobieren. Wenn wir dagegen dauernd Angst haben, kritisiert zu werden oder Fehler zu machen, dann werden unsere Ideen immer kleiner. Und Innovationen können kaum mehr entstehen.

Frauen sitzen konzentriert in Eisbadezuber
Furchtlosigkeit lässt sich zum Beispiel bei einem Eisbad trainieren. Mental optimal vorbereitet, lassen sich Beate Proske (links) und Tine Stierle (rechts) auf die prickelnde Kälte im neuen Bad Dürrheimer Eisbadezuber ein.

Kreativität fördern – im glückseligen Höhenflug

Wenn Menschen zum Beispiel ihre Furcht vor einem kalten Bad oder einem Spaziergang im T-Shirt an der kalten Winterluft überwinden, dann erleben sie hinterher oft einen glückseligen Höhenflug. Sie spüren ihre fantastische innere Stärke, sie trauen sich selbst mehr zu und sprudeln voller Tatendrang und Ideen.

Kreativität wissenschaftlich: Kälte boostet unsere Innovationskraft

Kreativität und Innovationskraft sind nur ein Stück weit Typfrage. Jede/r kann kreativer werden und Innovations-Skills entwickeln. In einer wissenschaftlichen Studie von Hans Ijzermann et al*** kam das überraschende Ergebnis zutage, dass unsere Kreativität auf die Umgebungs-Temperatur reagiert: Kälte steigert Kreativität. Und Wärme übrigens auch – wenn wir damit spielen, können wir unterschiedliche Arten von Kreativität und Innovationskraft aktivieren. Kälte triggert unsere wertvolle „Referentielle Kreativität“. Sie hilft uns, aus unseren gewohnten Denkbahnen auszubrechen und neue Ideen und Lösungen zu entwickeln.

Wie genau Kreativität im Gehirn abläuft, ist wohl komplexer als bisher angenommen. Man weiß zumindest, dass Kreativität und Innovation nicht nur in der rechten Hirnhälfte beheimatet sind, wie man bisher dachte, sondern verschiedene Hirnregionen einbeziehen, auch aus der linken Gehirnhälfte. (s.u. ***)

Neonleuchte mit Aufschrift "Do something great"
Laut dem Kreativitäts-Guru Sir Ken Robbins sollten wir es wagen, große Visionen zu haben. Gleichzeitig betont er, dass Kreativität ein Prozess ist und aus vielen kleinen Schritten – auch Fehlern – besteht.

250 Prozent mehr Dopamin: Neurotransmitter für Kreativität

Durch einen Cold Dip in kaltem Wasser wird die Dopamin-Ausschüttung um 250 Prozent erhöht. Das schreiben die Wissenschaftler Dr. Sivaraman Selvasekar, Dr Mohana Priya A et al in ihrer Auswertung wissenschaftlicher Studien über die Auswirkungen von Kaltwasser-Exposition**. Und Dopamin steigert unsere Kreativität (Spektrum.de *****): „Dopamin erhöht vermutlich die Flexibilität im Denken und die Motivation, sich künstlerisch zu betätigen.“

KREATIVE MENSCHEN MACHEN VIEFÄLTIGERE ERFAHRUNGEN,
UND GEWOHNHEIT IST DER KILLER FÜR DIE VIELFALT VON ERFAHRUNGEN.

Dr. Scott Barry Kaufman in HuffPost Impact*

Raus aus der Komfortzone! Neue Erfahrungen fördern Kreativität

Dr. Scott Barry Kaufman, der wissenschaftliche Leiter des Imagination Institute der Universität von Pennsylvania sagt*: Kreative Menschen lieben es, sich neuen Erfahrungen, Empfindungen und Bewusstseins- bzw. Geisteszuständen auszusetzen – und diese Offenheit ist eine sichere Vorbereitung dafür, dass kreativer Output folgt.

Graue tasse mit Aufschrift vor Lagerfeuer
Mindhack: Nimm zu deinem nächsten Abenteuer ein Notizbuch und einen Stift mit, um die kreativen Ideen zu notieren, die dann leichter sprudeln. – Ein Becher mit heißem Kaffee oder Tee wärmt deine Finger und das kreative Abenteuer kann beginnen.

Neue Erlebnisse & Gruppenflow

Es macht also Sinn, neue Erlebnisse gezielt zu suchen – und zwar am besten in Gesellschaft anderer Menschen. – Wie die wissenschaftliche Arbeit von Ijzerman et al zeigt, können uns andere Menschen nämlich ebenfalls leichter in kreative Stimmung versetzen. Zumindest, wenn wir das gemeinsame Erlebnis als „warm“ und verbindend empfinden. Nach den Erkenntnissen seiner Studie könnte eine geführte Innovationsrunde am Kamin oder Lagerfeuer das kreative Feuer vielleicht doppelt anregen, weil Gemeinschaftserlebnis und physische Wärme unsere Kreativität befeuern.

Kälte- & Wärme-Exposition als natürliche Kreativitätstechniken

Die Kombination aus Kälte- und Wärmereizen ist besonders vielversprechend, um Kreativität zu steigern. Wir raten allerdings aus verschiedenen Gründen ausdrücklich von einem direkten Wechsel von Eisbad und Sauna ab, insbesondere ohne einen ärztlichen Gesundheitscheck. Kälte und Wärme wirken intensiv auf unseren Körper. Es ist daher wichtig, die Risiken und Kontraindikationen zu beachten und am besten unter erfahrener Anleitung mit kalten und heißen Kreativitäts-Boostern, wie Cold Dips und Sauna, zu beginnen. (In dieser Gesundheitsdeklaration fürs Eisbaden siehst du einige der Kontraindikationen für Cold Dips und Eisbaden.)

Gruppe sitzt im Schneidersitz um Kaminfeuer
Stephanie-Marie Müller (Mitte rechts) führt die Teilnehmer*innen durch die erste Wahrnehmungsübung, um einen persönlichen Economy-Check zu erlernen.

Gezielte Kälteexposition: Kreativität auf Knopfdruck

Mittendrin im täglichen Überlebenskampf leistete Stephanie-Marie Müller in Bangladesch Entwicklungshilfe. Harte patriarchale Strukturen, Hunger und soziale Ungerechtigkeit waren Themen die hautnah spürbar waren. In ihrer Arbeit waren Stressmanagement und Kreativität nicht optional, sondern eine Überlebensstrategie. Stephanie entwickelte eine kraftvolle Weise des individuellen Empowerments, die entscheidend auf Empathie basiert. Und sie ermächtigt jeden einzelnen durch ihre Methode des INNEREN KOMPASS.

Kreativkonzepte, anspruchsvolle Kundenaquise und Mitarbeiterführung forderten Kreativität und Stressmanagement für Wiebke Dirks seit Beginn ihrer Karriere. Sie lernte früh, sich innerhalb kürzester Zeit neuen Challenges zu stellen – als Gastdozentin, Radiomoderatorin im Ausland, Trainerin und Coach. Ihre strategischen, kreativen Lösungswege waren immer wieder der Schlüssel zu herausragenden Erfolgen. Heute verbindet sie Naturpsychologie und Mentaltraining.

Zwei Frauen sitzen lächelnd in Eisbadezuber
Muss man ein „Wintertyp“ sein, um die Kraft der Kälte schätzen zu lernen? Ganz im Gegenteil! Sagen Stephanie-Marie (links) und Wiebke. Sie haben den Winter erst so richtig lieben gelernt, seit sie einen völlig neuen Umgang mit der Kälte gefunden haben.

Elementarerlebnisse für nachhaltige Potentialentwicklung

Die beiden Akademikerinnen wählen in ihren Trainingskonzepten bewusst einen Weg, der das hautnahe, intensive Biohacking mit innovativen kognitiven Methoden vereint. Sie halten einen rein mentalen Trainingsansatz für nicht kraftvoll genug, damit Individuen und Teams ihr volles Potential leben und lebendig entwickeln können. Die inspirierende Erfahrung der Elemente und zielgerichtete Naturerlebnisse sind aus der Naturpsychologie inzwischen belegt und entsprechen einem tiefen Bedürfnis vieler Menschen in unserem hochzivilisierten Umfeld. Das alles verbinden die Trainerinnen in ihren beliebten Seminaren.

Internationale Expertise: Auf internationaler Ebene haben Wiebke und Stephanie-Marie bereits mit weltweiten Netzwerken, verschiedenen Organisationen, Führungskräften und Teams gearbeitet – bis hin zu Extremsport und Olympiakader.

Trainingssprachen: Deutsch, Englisch und Italienisch fließend.

Für Führungskräfte & Teams: Prickelndes Naturerlebnis für Innovationen

Wir schicken dir gerne weitere Infos zu unseren Team- & Führungskräfte-Trainings mitten in der Spa-Landschaft von Bad Dürrheim im Naturpark Südschwarzwald. Wir freuen uns darauf, von dir zu hören!

Schreib uns einfach deine Fragen oder Ideen:

Stephanie-Marie Müller
Mail: stephanie.mueller@badduerrheim.de
Telefon: 0157 82845977

Wiebke Dirks
Mail: info@change-guide.com
Telefon: 0152 36921156


*18 Habits Of Highly Creative People | HuffPost Impact

** Dr. Sivaraman Selvasekar, 2Dr Mohana Priya A. et al (2021): A REVIEW ON PHYSIOLOGICAL CHANGES ASSOCIATED WITH COLD WATER EXPOSURE, IJCRT Vol.9, 2021

+++ Neuro-Scientific Studies of Creativity (nih.gov)

*** Hans IJzerman, Angela K.-y. Leung, Lay See Ong: Perceptual symbols of creativity: Coldness elicits referential, warmth elicits relational creativity, Acta Psychologica, Volume 148, 2014, Seiten 136-147, ISSN 0001-6918, https://doi.org/10.1016/j.actpsy.2014.01.013. (https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0001691814000249)

**** Brain Mechanisms of Creativity: What We Know, What We Don’t | SpringerLink

* Dopamin: Ein Neurotransmitter für Kreativität – Spektrum der Wissenschaft

Bilder: Blickwinkelfotographie Sarah Mochar, Unsplash / Ole Witt / Clark Tibbs

Autor*in

Wiebke Dirks
Die Stressökologin, Trainerin (IHK), The Work Coach

Autor*in

Wiebke Dirks
Die Stressökologin, Trainerin (IHK), The Work Coach

Wiebke Dirks wird in Zukunft Kälte- und Atemtrainings nach der Wim Hof Methode geben und schreibt insbesondere über Biohacking für Stress & Resilienz, unter anderem in ihrem Instagram Blog @change_guide. Sie hat Landschaftsökologie studiert und verbindet – mit ihrer Erfahrung als Journalistin, Dozentin, Trainerin (IHK) & Coach – wissenschaftliche Erkenntnisse aus der Naturpsychologie mit hautnahen Naturerlebnissen. Ihre „angewandte Stressökologie“ sieht uns Menschen als Teil der natürlichen Ökosysteme. „Wenn Menschen in der Natur körperlich, mental und emotional gesünder werden, entdecken sie auch ihre Verbundenheit mit allem was lebt. Dieses Bewusstsein motiviert uns zu nachhaltigem Handeln – ein Win-Win für Menschen und Mitwelt.“